„Zukunft Kita war ein Werkzeug und eine Motivation für mich!“ - Jésus | Zukunft Kita
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„Zukunft Kita war ein Werkzeug und eine Motivation für mich!“ – Jésus

„Zukunft Kita war ein Werkzeug und eine Motivation für mich!“ – Jésus

Durch sein Engagement hat Jésus es geschafft, sein Praktikum bei Zukunft Kita vorzeitig zu beenden und als Mitarbeiter in seiner Einrichtung (Kita Schloßkobolde) anzufangen. Nun hat seine Ausbildung gestartet und er hat sein Ziel erreicht. Seinen Weg zur Ausbildung über Zukunft Kita hat er uns im Interview geschildert.

Warum hast du dich damals für eine Teilnahme am Projekt Zukunft Kita entschieden?

Das ist eine lange Geschichte. Es ging vor allem darum, dass ich etwas finde, was ich in der Zukunft machen kann. Ich komme ursprünglich aus einem anderen Beruf und habe in Köln gewohnt. Seit 2 Jahren bin ich nun in Berlin und habe hier nach vielen Jobs in meinem Bereich gesucht, jedoch ohne Erfolg. Also habe ich mich dazu entschieden mich neu zu orientieren. Ich hatte zwar immer Arbeit, aber nur zum Geld verdienen und nichts Besonderes. Ich wollte aber etwas Sinnvolles machen und nicht nur Arbeiten, um Geld zu verdienen. Als ich meinen ersten Termin bei der Agentur für Arbeit hatte, wusste ich bereits, dass ich gerne Erzieher werden möchte. Ich wollte also eine Beratung, wie ich Erzieher werden kann. Leider hat mich die Beraterin dazu gar nicht beraten, sondern andere Jobvorschläge gemacht, da sie meinte, ich würde die Ausbildung wegen meiner Deutschkenntnisse sowieso nicht schaffen. Bei meinem nächsten Termin war ich dann bei einem anderen Berater und habe ihm erzählt, dass ich gerne Erzieher werden möchte. Er hat mir dann von Zukunft Kita erzählt und mich toll beraten. Durch ihn bin ich dann zu euch gekommen. Nebenbei habe ich mich trotzdem weiter informiert. Bei der Jobassitenz in Mitte wurde mir geraten, meine Zeugnisse anerkennen zu lassen und das habe ich auch gemacht. Im März hat dann Zukunft Kita angefangen. Da ich aber gerne schon im Juni mit der Ausbildung anfangen wollte, habe ich mich weiterhin selbst umgeschaut und informiert. Ich wollte aber unbedingt etwas zu tun haben und das Feld vorab kennenlernen, weshalb ich an dem Projekt teilgenommen habe.

Durch Zukunft Kita hast du dann ein Praktikum absolviert und wurdest direkt übernommen?

Genau. Ich wollte mein Praktikum damals eigentlich in einer bilingualen Kita machen, leider hatten sie aber keinen Platz für mich und sagten ich könne Ende Juni anfangen. Das war zu spät für mich also habe ich mit Franzi gesprochen und sie gab mir die Namen von drei anderen Kitas, die ich mir dann im Internet angeschaut habe. Bei dieser hier hatte ich ein gutes Gefühl und habe meine Bewerbung direkt abgegeben. Am Nachmittag habe ich eine Zusage für mein Praktikum bekommen. Während der Praktikumszeit habe ich mitbekommen, dass sich viele gelernte Erzieher*innen in der Kita beworben haben. Ich habe mich überwunden und auch einen Termin mit der Kitaleitung vereinbart. Ich teilte ihr mir, dass ich mich gerne für eine berufsbegleitende Ausbildung in ihrer Einrichtung bewerben möchte. Nach zwei bis drei Wochen bekam ich dann die Nachricht, dass sich das ganze Team entschieden hat, mich gern als Auszubildenden zu übernehmen. Das war eine tolle Nachricht für mich, ich hatte mein Ziel erreicht. Ich hatte einen Schulplatz und nun auch einen Platz zum Arbeiten.

Hast du dann im Juni mit deiner berufsbegleitenden Ausbildung angefangen?

Nein, im Juni habe ich als fester Mitarbeiter angefangen. Nach zwei Wochen Praktikum hat mir die Einrichtung gesagt „Hey Jesus du musst jetzt kein Praktikum machen, du musst Geld verdienen, du bekommst ab Juni Geld für das, was du machst“ Ab Juni war ich also Erzieherhelfer und seit August habe ich mit meiner berufsbegleitenden Ausbildung angefangen.

Dann bist du jetzt seit 3 Wochen in deiner Ausbildung. Wie sieht dein Alltag jetzt aus?

Im Moment ist es sehr stressig. Ich bin frisch Papa geworden und auch meine Tochter braucht viel Zeit. Acht Stunden mit den Kindern, dann meine Tochter zu Hause und Schule ist eine große und tolle Herausforderung den Beruf in einer anderen Sprache zu lernen. Ich komme eigentlich aus Peru. Meine Muttersprache ist spanisch. Ich habe zwar Deutsch gelernt, aber es ist nicht leicht einen Beruf in einer anderen Sprache zu lernen. Wir sind 26 Personen in der Klasse und davon haben nur drei nicht Deutsch als Muttersprache. Man muss sehr viel lesen und reden.

Stellt die Sprache eine Herausforderung für dich dar? Ist es schwer für dich dem Unterricht zu folgen?

Ich bin an der Grenze. Von 100% verstehe ich 80% den Rest schaue ich nach. Ich versuche mein Bestes, alle Aufgaben zu schaffen.

Gefällt dir die Schule trotzdem gut?

Ja die ist super schön und praktisch, nicht nur Theorie und auch die Lehrkräfte sind sehr nett.

Wie oft bist du in der Schule?

Zweimal. In der Kita arbeite ich dreimal die Woche acht Stunden. Dienstag und Mittwoch bin ich in der Schule.

Wie fühlt es sich für dich an wieder in der Schule zu sein?

Wow ich kann es nicht glauben. Ich habe ja schon einen Beruf gelernt und in meinem Alter, ich bin ja schon 41, schon wieder lernen, aber ich habe Lust und viel Motivation.

Hast du durch Zukunft Kita deinen Traumberuf gefunden?

Ja auf jeden Fall! Zukunft Kita war für mich ein Türöffner, um mein Ziel zu erreichen. Ich hatte nicht den Mut mich selbst zu kümmern und ich konnte mich nicht alleine bewerben. Zukunft Kita war ein Werkzeug und eine Motivation für mich.

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