Wie absolvieren unsere Teilnehmenden eigentlich Ihre Praktika? Antwort: Als "Bildungsbegleitende" | Zukunft Kita
1484
post-template-default,single,single-post,postid-1484,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode_grid_1300,qode-content-sidebar-responsive,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-10.1,wpb-js-composer js-comp-ver-5.0.1,vc_responsive

Wie absolvieren unsere Teilnehmenden eigentlich Ihre Praktika? Antwort: Als „Bildungsbegleitende“

Zeichnung einer Teilnehmerin des Projektes Zukunft Kita

Wie absolvieren unsere Teilnehmenden eigentlich Ihre Praktika? Antwort: Als „Bildungsbegleitende“

 

Erziehung neu gedacht – Bildungsbegleitende statt Erziehende

Als Praktikumsort für unsere ProjektteilnehmerInnen ist die Kita JuLiKinder für Zukunft Kita eine riesen Unterstützung. Vor allem ihr besonderes Konzept und die Rolle der Fachkräfte vor Ort begeistern uns sehr.

Hier ein kleiner Einblick:

Die Kita JuLiKinder ist eine familiäre Einrichtung, die Platz für 28 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren bietet. Dabei werden die Kinder in zwei Gruppen von fünf Fachkräften betreut.

Besonders begeistert uns an der Kita JuLiKinder ihr Konzept der Bildungsbegleitung. Damit wirkt die Kita dem Bild des Erziehenden als‚ Betreuer*In‘ oder ‚Animateur*In‘ entgegen und erreicht, dass der Beruf mehr Anerkennung und Wertschätzung erfährt. Deshalb bezeichnet sich das Team als Bildungsbegleitende. Sie sehen ihre Kita als Bildungseinrichtung. Im Vordergrund stehen die Stärken der Kinder. Ziel ist es, sie in ihrer individuellen Entwicklung bestmöglich zu begleiten.

Ihr pädagogischer Schwerpunkt liegt auf der Resilienzförderung[1]. Resilienz kann als psychische Widerstandskraft verstanden werden, also die Fähigkeit, konstruktiv und Lösungsorientiert auch schwierige Lebenssituationen zu überstehen. In der Praxis heißt das, dass die Bildungsbegleitenden den Kindern bedürfnisorientiert Hilfestellungen bieten, sowie Motivation und Freiräume zum Ausprobieren schaffen. Die pädagogische Arbeit der Bildungsbegleitenden ist entsprechend geprägt von Lob, Belohnung, sowie Ermutigung, es wird ein Erziehungsstil verfolgt, der durch Wertschätzung und Akzeptanz gekennzeichnet ist. Eigenaktivität und persönliche Verantwortung werden hier großgeschrieben, um so das Selbstwertgefühl jeden Kindes positiv zu beeinflussen. So werden sie bestmöglich unterstützt, zu selbstbewussten und selbstbestimmten Menschen heranzuwachsen.

Die pädagogische Arbeit richtet sich zudem nach dem Situationsansatz[2]. Weitere wichtige pädagogische Ansätze der Kita sind zudem Sprachförderung, Integration, Elternarbeit, musikalische Früherziehung, sowie das Projekt „spielzeugfreie Zeit“[3]. In dieser Zeit werden Spielsachen wie Gesellschaftsspiele, Bausteine, Autos, Puppen, Puzzles etc. zusammen mit den Kindern in den Keller gebracht und dort aufbewahrt, bis die spielzeugfreie Zeit für beendet erklärt wird. Den Kindern stehen in dieser Zeit Naturmaterialien (z.B. Holz, Steine, Sand, Wasser, Pflanzen), sowie Alltagsgegenstände (wie z.B. Decken, Möbel, Matten, Bücher, Stühle, Tische) zur freien Verfügung. Zusätzlich können die Kinder Bastelmaterialien (wie Schere, Klebstoff, Farben, Papier etc.) von den Erziehern erfragen.

Durch das innovative Konzept der JuLiKinder fördert die Kita das professionelle Ansehen des Berufes und inspiriert im besten Fall andere Kitas, das Konzept der Bildungsbegegleitung auch zu verfolgen. Du möchtest mehr über die Kita JuLiKinder oder den Bildungsbegleitenden erfahren Dann besuche ihre Internetseite: https://www.julikinder.com/

[1] https://gesundheitsfoerderung.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/gesundheitsfoerderung.bildung-rp.de/Psychische_Gesundheit/Leitfaden_Resilienz.pdf

[2] https://www.herder.de/kiga-heute/fachmagazin/archiv/2012-42-jg/11-12-2012/40-jahre-situationsansatz-ein-paedagogisches-konzept-und-seine-wirkungsgeschichte/

[3] https://www.betreut.de/magazin/kinder/spielzeugfreie-zeit-in-kindergaerten-347/

Keine Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar